Herzlich Willkommen am Institut für Beziehungs- und Veränderungscoaching im Kinderschutz

Das Institut für Beziehungs- und Veränderungscoaching im Kinderschutz trägt durch evidenzbasierte Analysen dazu bei, Handlungsbedarfe im Bereich Kinderschutz sichtbar zu machen und durch die bewusste Auseinandersetzung mit Denk- und Handlungsmustern verschiedener Systemakteur:innen neue Perspektiven und Lösungsansätze zu eröffnen. Der Fokus liegt dabei auf Bildungseinrichtungen, Familien und ihren Schnittstellen.

Das Institut hat seinen Sitz in Gießen und arbeitet überregional mit Partner:innen aus Wissenschaft, Praxis und Politik zusammen. Durch die Verbindung von wissenschaftlichen Erkenntnissen, systemischen Perspektiven und den Dialog zwischen unterschiedlichen Verantwortungsträger:innen für das Wohlbefinden von Kindern leisten wir einen Beitrag zur Qualitätsentwicklung im Kinderschutz.

Sichere Orte für Kinder entstehen dort, wo Erwachsene verlässlich miteinander umgehen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam Lösungen entwickeln.

Wir verstehen Kinderschutz nicht nur als das Einhalten von Mindeststandards oder als Reaktion auf Gefährdung. Kinderschutz bedeutet für uns, die Beziehungen und Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Kinder sich emotional und körperlich sicher fühlen können. Die Erwachsenen, die Kinder täglich umgeben und/oder Verantwortung für sie tragen (wie Eltern, Fachkräfte, Leitungen, Fachberatungen und Träger), prägen die Qualität dieser Aufwachsensbedingungen maßgeblich.

Als systemische Coaches, Wissenschaftlerinnen und zertifizierte Kinderschutzfachkräfte rücken wir das Handeln und die Handlungsmöglichkeiten der Erwachsenen in den Mittelpunkt – eingebettet in die organisationalen Strukturen, Teamdynamiken und Beziehungen, die dieses Handeln beeinflussen, begrenzen oder ermöglichen. Denn nur wo Erwachsene verlässlich kommunizieren, Verantwortung übernehmen und Herausforderungen gemeinsam tragen, können sichere Entwicklungsräume für Kinder entstehen.

Wie unser Institut zur Stärkung von Kinderschutz beiträgt

Unsere Arbeit gliedert sich in mehrere miteinander verbundene Arbeitsfelder, mit denen wir zur Stärkung von Kinderschutz in unterschiedlichen Kontexten beitragen:

Forschung & Forschungsberatung: Am Institut werden aktuell umfangreiche Datensätze aus bundes- und landesweiten Eltern- und Fachkräftebefragungen ausgewertet. Thematische Schwerpunkte sind unter anderem psychosoziale Belastungsfaktoren im Berufsalltag pädagogischer Fachkräfte, pädagogisches Fehlverhalten in der Kita und der Umgang damit, der Einfluss sozialer Dynamiken auf individuelles Handeln sowie die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kita-Teams. Ziel dieser empirischen Analysen ist es, Handlungs- und Entwicklungsbedarfe im Kinderschutz sichtbar zu machen – auch für eine breitere Öffentlichkeit – und fundierte, praxisnahe Ansatzpunkte abzuleiten. Darüber hinaus beraten wir Institutionen und Träger bei der Konzeption und Umsetzung eigener Forschungsvorhaben.

Weiterbildung: Wir entwickeln Weiterbildungsformate für unterschiedliche Zielgruppen im Bildungs- und Kinderschutzkontext, darunter pädagogische Fachkräfte, Leitungen und Trägervertretungen sowie Eltern im Familienkontext. Ziel ist es, die Beziehungen und Zusammenarbeit aller Beteiligten so zu gestalten, dass Kinder wirksam geschützt, gesehen und sicher begleitet werden. Unsere coaching-basierten Formate greifen systemische Ansätze auf und richten den Blick auf Haltung, Wahrnehmung und Entscheidungsprozesse, die professionelles wie elterliches Handeln im Alltag prägen. Damit ergänzen unsere Weiterbildungen Angebote, die vorrangig auf die Vermittlung fachlichen bzw. pädagogischen Wissens ausgerichtet sind oder auf formale Abläufe im Kinderschutz fokussieren.

Erkenntnisdialog: Wir bringen Forschung in den Austausch. Im Erkenntnisdialog teilen wir Ergebnisse aus unserer Arbeit, ordnen sie systemisch ein und diskutieren ihre Bedeutung für Praxis, Organisation und Steuerung im Kinderschutz, sowohl in regionalen Dialogformaten als auch in öffentlichen Beiträgen für eine breitere (Fach-)Öffentlichkeit.

Wir freuen uns über Ihr Interesse an einer Zusammenarbeit.

Herzlich,

Dr. Marina Lagemann & Dr. Susanne Gastmann